In aller Breite (ca. 2000 Worte) berichtet Jens Heitmann über die Kirchensteuern in Deutschland. Seine anti-kirchliche Haltung – leere Kirchen (=nichts leisten) und Milliarden kassieren – verbirgt er kaum. Er erwähnt nicht, was die Kirchen mit dem Geld machen: mit ca. 80% der kirchlichen Einnahmen (10 Milliarden € [das ergibt übrigens 1-2 Mrd. Lohnsteuer]) werden Menschen bezahlt, die beraten, trösten, wieder Hoffnung geben, sozial praktische Hilfe leisten und Vieles mehr. Sehr viel Geld wird für die Erhaltung von Kulturgütern (Kirchen, Kunstwerke) aufgewendet. Ein Herr von Ehrenamtlichen erbringen geldwerte Leistungen in den Kirchengemeinden.
Intendiert Jens Heitmann, dass alle Kirchensteuerzahler aus der Kirche austreten? Dann muss er dazu sagen, dass dann unser Staat einen Großteil dieser Leistungen mit Steuergeldern erbringen muss. Und dann wird es für die Allgemeinheit wahrscheinlich teurer.
Dr. Ullrich Händchen

 

Das Friedenslicht aus Bethlehem wird am Sonntag 4. Advent, 23. Dezember im Gottesdienst in der Marienkirche in Aerzen durch den Pfadfinderstamm Eversteiner Löwen (VCP) verteilt. Ab 10 Uhr feiert die Kirchengemeinde den Gottesdienst, in dem die Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Licht, das aus Bethlehem über Linz nach Hannover gereist ist und dort von den Eversteiner Löwen abgeholt wurde, „allen Menschen guten Willens“ übergeben. Dieses Licht wird bis zum Weihnachtsfest an Nachbarn, Freunde und die Familie weitergegeben. Wer die Flamme mit nach Hause nehmen möchte, sollte eine eigene Laterne mit zum Gottesdienst bringen. Die Flamme für das Friedenslicht wurde in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem am 28. November entzündet und nach Österreich gebracht. 150 Vertreterinnen und Vertreter anerkannter Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände haben das Licht in der Woche vor dem 3. Advent in Linz abgeholt.
Bereits seit 25 Jahren beteiligen sich deutsche Pfadfinderinnen und Pfadfinder an der Aktion Friedenslicht, die auf eine Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF) zurückgeht. Als Symbol für Frieden und Völkerverständigung wird das Friedenslicht zum Heiligen Abend an alle „Menschen guten Willens“ an rund 500 Orten in Deutschland weitergegeben.
Wer das Licht empfängt, kann damit selbst die Kerzen von Freunden und Bekannten entzünden, damit ein Stück Friedens erfahrbar wird, der nicht käuflich und daher umso wertvoller ist. Weitere Informationen auf: www.friedenslicht.de.
Christof Vetter, Dezember 2018

 

Mitten in den Dünen von Sylt liegt ein Stück Aerzen – zumindest für zwei Sommerwochen und dies seit 40 Jahren. Am Samstag, 1. Dezember, feiert die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Aerzen „40 Jahre Syltfreizeiten“. Nachdem 1978 die erste Gruppe von Konfirmandinnen und Konfirmanden ins Strandläufernest bei Hörnum auf Sylt gezogen ist, hat die Nordseeinsel die Aerzener nicht mehr losgelassen. Jedes Jahr im Sommer heißt es: Auf nach Sylt.

Über 3.000 Teilnehmenden bot das Zeltlager auf Sylt für zwei Wochen ein Zuhause in den Ferien. Aktuell reisen Kinder mit, deren Eltern vor Jahrzehnten schon dabei waren. So haben die Tage in zehn Schlafzelten und weiteren Gemeinschaftszelten Generationen in Aerzen und Umgebung geprägt. Etwa 180 Betreuerinnen und Betreuer – heutzutage Teamer genannt – begleiteten in den 40 Jahren die Abenteuerlustigen. In den beiden Sommerwochen erleben die Teilnehmenden ein besonderes Miteinander, zu dem für manche viele neue Erfahrungen gehören -wie etwa der Toiletten- und Küchendienst.

Während die Ausschreibung für die Syltfreizeit im 41. Jahr (12. bis 26. Juli 2019) schon läuft, hat die Kirchengemeinde alle bisherigen Begleiterinnen und Begleiter eingeladen, ihre Erinnerungen gemeinsam zu feiern. Es beginnt am Samstag, 1. Dezember, mit einer gemeinsamen Andacht in der Marienkirche, zu der alle kommen können, die an Sylt Erinnerungen haben. Anschließend treffen sich ehemalige und aktuelle Teamer im Gemeindehaus, um zu hören, wie alles begann, zu feiern, gemeinsam den Abend zu genießen und zu erzählen, wie es heute so im Strandläufernest ist.

 


GefaehrdeteErdkugelMotiv2018vonMichaela GruchotIn der Friedenswoche beten wir in ökumenischer Verbundenheit für den Frieden in der Welt: Angesichts des aktuellen politischen und militärischen Säbelrassens – auch des digitalen – sind Christen herausgefordert, für den Frieden zu beten. Im Bewusstsein und in der Erinnerung, dass vor 100 Jahren der erste Weltkrieg zu Ende gegangen ist, hat das Gebet um Frieden in diesem Jahr besondere Brisanz.

Das Friedensgebet in der evangelischen Marienkirche (Burgstraße / Osterstraße) am 13. November wird von einem Team der katholischen Kirchengemeinde gestaltet, das Friedensgebet in der katholischen St.-Bonifatius-Kirche (Hainebuchenweg 13) am 15. November von einem Team der evangelischen Kirchengemeinde. Beide Friedensgebete beginnen jeweils um 19 Uhr.

Christof Vetter

 

Mit Gottes Segen hat die neue Diakonin Sophie-Marie Kabuß ihren Dienst in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Aerzen angetreten: Vertreterinnen und Vertreter der Eversteiner Löwen (VCP), der Evangelischen Jugend Aerzen, des Kindergottesdienstes in Aerzen, der Kaffeerunden und Gemeindenachmittage und des Kirchenvorstands legten als Zeichen für den Segen Gottes der neuen Diakonin die Hand auf. So behütet wie zu ihrem Start möge die Elternzeitvertretung für Selma Conzendorf in den vielen Kreisen und Gruppen und bei den Menschen in Aerzen ankommen.

einfuehrung kabuss