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Noch viel mehr Bilder von der Krippenausstellung haben Silvia Mustert udn selma Conzendorf hier zusammengestellt...

Aber noch besser ist es, sie selbst anzuschauen:

Ausstellung geöffnet bis einschl. 6. Februar:

  • Sonntags nach dem Gottesdienst
  • Mittwochs von 15 Uhr bis 18 Uhr
  • Freitags, wenn vor der Kirche Markt ist

Weitere Termine für Gruppen und Schulklassen können vereinbart werden.

 

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Krippen aus allen Regionen der Welt werden ab Sonntag in der Aerzener Marienkirche ausgestellt: Maria, Josef und das Jesuskind, die Hirten von den Feldern und die Weisen aus dem Morgenland – alle Figuren aus unterschiedlichem Material und unterschiedlich vielfältig. Ulrike Hildebrandt aus Isernhagen hat über 120 Krippen aus aller Welt gesammelt. Pastorin Jutta Ostermann hat für viele dieser Krippen eine Ausstellung in der Aerzener Kirche organisiert. Bis Anfang Februar kann die Ausstellung mittwochnachmittags, freitags, wenn Markt ist, und sonntags nach dem Gottesdienst besichtigt werden. Für Gruppen und Schulklassen können auch darüber hinaus Besichtigungstermine vereinbart werden. 

Geöffnet ist die Krippenausstellung

  • Sonntags nach dem Gottesdienst
  • Mittwoschs zwischen 15 und 18 Uhr
  • Freitags, wenn M;arkt iin Aerzen vor der Marienkirche ist

Für Schulklassen, Konfirmand*innen-Gruppen, Senior*innen-kreise und weitere Gruppen können gesondert termijne und Führungen vereinbart werden. 

 

Epiphaniasfest: 6. Januar – in manchen Bundesländern ist das ein Feiertag, in manchen Bundesländern liegt es noch in den Ferien und in Niedersachsen lädt seit Jahrzehnten an diesem Tag der hannoversche Landesbischof zum ersten Empfang der Honorablen im Land. Nur in diesem Jahr nicht – in diesem Jahr herrscht die Pandemie.

Epiphaniasfest: 6. Januar – in vielen christlichen Kirchen, in all denen, die in orthodoxer Tradition entstanden sind, wird an diesem Tag Weihnachten gefeiert. Epiphanias – die Erscheinung des Herrn. Und erzählt wird die Geschichte von den drei weisen Männern aus dem Morgenland, die einem Stern gefolgt sind um einen neugeborenen König zu suchen, nach Jerusalem gekommen sind und dort keinen neugeborenen König, sondern einen unterdrückenden Regenten und Herrscher gefunden haben, aber auch erfahren haben, dass in jener unscheinbaren Stadt hinter der Mauer „Israelische Sperranlage“ ein Kind geboren ist und in einem Stall in der Krippe von Ochs und Esel liegt. 

Aus dem Morgenland sind die drei weisen Männer gekommen – aus dem Orient, von dort, wo morgens die Sonne aufgeht. Schauen Menschen in hiesigen Breitengraden in diese Richtung, über die Berge und über Grenzen hinweg, blicken wir nach Weißrussland. Die meisten Christen dort feiern am 6. Januar Weihnachten. Viele Menschen dort widersetzen sich denen, die dort regieren und sich wie Herodes damals gerieren: Ihr eigenes Volk unterdrücken und die, die sich fürs Leben einsetzen einsperren… Drei weise Männer aus dem Morgenland haben damals Herodes widerstanden – und ihm nicht verraten, wo der neugeborene König zu finden war. Letztendlich hat dies – so die biblische Erzählung – zu einem Massaker geführt, zum Kindermord von Bethlehem (Matthäus 2).

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In Belarus sind es nicht drei weise Männer, sondern viele junge Frauen und auch Männer, die dem dortigen Diktator widerstehen. Viele davon sitzen im Gefängnis. Viele feiern dort in diesen Tagen ihr Weihnachtsfest – und das nicht zum ersten Mal. So auch Anastasyja Mironcava, seit 447 Tagen in Haft, verurteilt wegen Landfriedensbruch, weil sie gegen den Machtmissbrauch der dortigen Herrscher demonstriert hat. Sie hat gemalt, wie sie Weihnachten feiert – nicht mit Gold, Weihrauch und Myrrhe, sondern eine halbe Mandarine und ein Waffelkeks pro Kopf. Streichhölzer statt Kerzen. Ein Krippenbild. Eine Tasse Kaffee. Das ist Weihnachten – weil es vom Leben erzählt, von einem widerständigen Leben, von einem Leben mit den drei Weisen aus dem Morgenland – und dem Kind, das zwischen Ochs und Esel in der Krippe liegt.

Mehr über Anastasyja Mironcava und viele andere junge Menschen, die in Belarus im Gefängnis sitzen auf der Seite: https://100xsolidaritaet.de – wir können die Menschen dort nicht besuchen, so wie die drei weisen Männer das Kind in der Krippe besucht haben, aber wir können diesen Menschen schreiben … wie etwa Anastasyja Mironcava und ihnen sagen, dass wir sie nicht vergessen und im Herzen mit ihnen ihr Weihnachtsfest feiern.

 

 

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Krippen aus allen Regionen der Welt werden ab Sonntag in der Aerzener Marienkirche ausgestellt: Maria, Josef und das Jesuskind, die Hirten von den Feldern und die Weisen aus dem Morgenland – alle Figuren aus unterschiedlichem Material und unterschiedlich vielfältig. Ulrike Hildebrandt aus Isernhagen hat über 120 Krippen aus aller Welt gesammelt. Pastorin Jutta Ostermann hat für viele dieser Krippen eine Ausstellung in der Aerzener Kirche organisiert. Bis Anfang Februar kann die Ausstellung mittwochnachmittags, freitags, wenn Markt ist, und sonntags nach dem Gottesdienst besichtigt werden. Für Gruppen und Schulklassen können auch darüber hinaus Besichtigungstermine vereinbart werden. 

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 9. Januar, im Gottesdienst um 10 Uhr. Die frühere Oesdorfer Pastorin Jutta Ostermann predigt dabei über eine der ausgestellten Krippen. Den Gottesdienst gestalten Diakonin Selma Conzendorf, Pastor Christof Vetter und Kirchenmusiker Martin Winkler.

Bei Gottesdiensten in der Marienkirche gilt weiterhin die 3-G-Regel für alle: Teilnehmende sind getestet, genesen oder vollständig geimpft, tragen Maske, achten auf die Abstände. Während der Gottesdienste wird nicht gemeinsam gesungen.

Das Bild zeigt die königlichen Besucher des Neugeborenen in einer Krippe aus Polen. Vorausschtlich ist diese Krippe auch Thema in der Predigt von Jutta Ostermann am 9. Januar.